Hans: Die deutsche Gesundheits-Reformen-Ministerin läuft zum Ende ihrer Amtszeit zur Hochform auf.
Emil: Ja. Sie fährt mit ihrer gepanzerten Dienstlimousine plus Chauffeur quer durch Europa bis zu ihrem spanischen Urlaubsort. Das nenne ich engagiert.
Hans: Ja, tolle Leistung. In Spanien wird ihr dann ohne eigenes Zutun dankenswerterweise das Auto geklaut. Ha. Ha. Ha.
Emil: Die besten Witze schreibt das Leben.
Hans: Ja. Öffentlich wird der Vorfall nur durch den Diebstahl. Ein Hoch auf die Diebe.
Emil: Auf das was jetzt passiert, wäre kein Witzeschreiber gekommen.
Hans: Ja. Auch wenn es unverhältnismäßig ist, mit einer gepanzerten Dienstlimousine plus Chauffeur quer durch Europa bis
nach Spanien zu fahren, bleibt es lächerlich die Ministerin hierfür zu kritisieren.
Emil: Stimmt. Sie dafür zu kritisieren ist wirklich schäbig. Das ist ja so, als wären die Spanienfahrt den Steuerzahler teurer gekommen als die Gesundheitsreformen.
Hans: Ja. Wo waren denn die Kriter bei der Verabschiedung der Gesundheitsreformen? Geistig im Spanienurlaub? Aber jetzt die Gosche aufreisen!
Emil: Richtig. Was können diese Kritiker denn besser als die Ministerin? Wie sieht es in deren eigenen Laden aus? Braucht es spanische Autodiebe um den Umgang mit dem Fuhrpark samt Personal öffentlich werden zu lassen?
Hans: Wo sind denn diese Kritiker, wenn es um die Rekrutierung und Besetzung von Positionen in Partei und Politik nach Kriterien wie Geschlecht und Landesverband geht, statt nach Kompetenz?
Emil: Wo sind denn diese Kritiker, wenn nach jeder Wahl erneut evident wird, das die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr bereit ist, eine Partei zu wählen?
Hans: So gesehen ist die Spanienfahrt der Ministerin für den Steuerzahler in jeder Hinsicht erfreulich. Mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand hat die Ministerin die Verkommenheit der Späre der Politik evident gemacht.
Emil: Ja. Die Ministerin hat endlich einmal etwas gemacht, wofür sie mit Recht zu loben ist. Aber niemand lobt sie.
Hans: Unbemerkt ist die Ministerin zum Vorbild geworden.
Emil: Auch was die ambitionierten Fahrleistung betrifft. Damit wäre eine Abwrackprämie überflüssig.
Hans: Als Gesundheitsministerin war sie eine Katastrophe, als Aufklärerin - wenn auch widerwillig - wenigstens einmal eine Königin.
Emil: Daß vieles krank ist und krank bleiben wird, ist die Hinterlassenschaft dieser Ministerin.
Hans: Mehr darf man von einer Gesundheits-Reformen-Ministerin nicht erwarten. Danke!
PS: Wetten, daß Politikerinnen und Politiker das Gegenteil behaupten.



